Große Fahrt ins Saale-Unstrut Gebiet

Weinprobe

Über die Pfingsttage waren 30 Mitglieder des GuKk auf großer Fahrt im Saale-Unstrut Gebiet. Schon im Kloster Memleben wurden die Bezüge zu unserer nordhessischen Heimat deutlich. Der 919 in Fritzlar zum deutschen König gewählte Heinrich I. verstarb dort in Memleben im Jahr 936, ebenso sein Sohn Otto der Große im Jahr 973. Das nächste Ziel war Nebra mit der berühmten Himmelsscheibe. Sie ist bis dahin die älteste überhaupt bekannte Darstellung der Gestirne aus einer Zeit von ca. 3600 Jahren vor unserer Zeitrechnung. Nach einem gemeinsamen Abendessen endetet der abwechslungsreiche Tag in unserem Standquartier, dem Radisson Hotel in Merseburg.

Kloster Memleben
Kloster Memleben

Am Samstag stand bei hochsommerlichen Temperaturen eine Führung durch den imposanten Merseburger Dom mit seiner prächtigen Orgel an. Langeweile kam nicht auf, es folgten eine Stadt- und Domführung in Naumburg. Hier beeindruckten die Stifterfiguren aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, insbesondere die berühmte Uta von Naumburg, die als eines des bedeutendsten plastischen Bildwerke der deutschen Gotik gilt. Der Tag fand seinen Abschluss mit einem Abendessen einschl. Weinbegleitung in der "Thüringer Weinstube" in Großheringen. Es wurde in vielerlei Hinsicht deutlich, dass die Vorbereitung einer Fahrt mit einem Einführungsvortrag von Vorteil ist, denn das Auge sieht nur, was das Herz kennt.

Der Sonntag folgte eine Stadtführung in Merseburg mit dem Schwerpunkt Heinrich II. (973/78 – 1024). Er ist derjenige, der das "Kaiser-Heinrich-Kreuz" im Jahre 1020 dem Stift St. Petri in Fritzlar als Altarkreuz schenkte. Als nächstes stand ein Besuch in Freyburg an, der auf die oberhalb der Stadt gelegene Neuenburg führte. Sie war für die Thüringen Landgrafen die östlichste Bastion der ehemaligen Landgrafschaft und somit das Gegenstück zur Wartburg im Westen. Auch an diesem Tag kam der Wein nicht zu kurz. Eine Kellerführung mit Weinverkostung bei der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut brachte die gewünschte Abkühlung an diesem sommerlich heißen Tag.

Die letzte Etappe der Reise führte nach Bad Kösen. Hier ging es mit einem Motorschiff auf der Saale weiter in Richtung Wabern. Mit dem Blick auf die Rudelsburg und Burg Saaleck schmeckte nach dem Verlassen des Schiffes die Thüringer Bratwurst besonders gut. Am Ende dieser wunderschönen Fahrt dankte der Vorsitzende des GuKk dem Reiseleiter Roland Schippany unter dem Beifall der Teilnehmer für die ausgezeichnete Vorbereitung und Organisation der Reise. (HH)

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