Pressespiegel

Jahresempfang mit satirischem Rückblick

Bürgerzeitung der Gemeinde Wabern, Januar 2016

Jahresempfang 2016

Der Geschichts- und Kulturkreis Wabern hatte auch in diesem Jahr wieder Mitglieder, Freunde und Förderer am 15. Januar zum Jahresempfang in das Gasthaus "Zur Krone" eingeladen. Hauptgast des Abends war Kabarettist und Komödiant Geritt von Bamberg aus Kassel. Mit seinem Programm "Kahlschlag 2015" präsentierte er einen Rückblick auf das Jahr der Streiks, der Griechenland-Krise, der Eskalation des Fifa-Skandals und vielen anderen Themen aus Kunst, Politik, Kultur und der Gesellschaft. Mit viel Witz ließ der Kasseläner die Höhepunkte des Jahres kabarettistisch und rücksichtslos in nordhessischer Mundart Revue passieren. Die humoristischen Wellen kamen beim Publikum gut an. Vereinsvorsitzender Manfred Uchtmann erinnerte an die Anfänge des Vereins, der von 23 Frauen und Männer gegründet, seit 15 Jahren besteht und inzwischen rund 130 Mitglieder zählt. Der Verein hat jedes Jahr einen Heimatkalender herausgebracht, außerdem wurden insgesamt 17 Vorträge, 14 Tages- und Kaffeefahrten und 11 Jahresempfänge mit Kulturprogramm sowie vier Theatervorführungen und zwei Buchlesungen veranstaltet. Als Höhepunkt der bisherigen Vereinsarbeit stellte Uchtmann das Holzbilderhauer-Symposium des vergangenen Jahres heraus. Die Aktion wurde von über 40 ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Der Vorsitzende bedankte sich bei dieser Gelegenheit noch einmal besonders bei allen, die mit Geldspenden das Symposium erst möglich gemacht haben, aber auch bei denen, die den Holzschnitzern eine Unterkunft gewährten sowie bei der Gemeinde, welche die Holzstämme zur Verfügung gestellt hatte und bei der Firma Fröhlich für die Bereitstellung des Firmenhofes. Viele Gleichgesinnte seien erforderlich gewesen, um das Zugseil von der Idee bis zum Ergebnis mitzuziehen. Für diesen Einsatz sprach er im Namen seiner Vorstandskollegen Dank und Anerkennung aus. Uchtmann betonte, dass es unter diesen Voraussetzungen auch in Zukunft möglich sein wird, dass der Verein auf dem Gebiet der geschichtlichen und kulturellen Arbeit in Wabern weiter Akzente setzt.

Für die musikalischen Akzente sorgte erneut die Vereinsband "Sugartones" mit Ewa Parwna, Andreas Köhte, Dr. Helmut Hennighausen und Frieder Kraus. Sie sorgten mit ihren musikalischen Beiträgen für eine tolle Atmosphäre. Der starke Beifall und die Begeisterung der Zuschauer hat das Quartett ermuntert, weiter regelmäßig zusammen zu kommen und neue Stücke einzustudieren.

Mit einem Ausblick auf die Aktivitäten des Vereins im laufenden Jahr schloss der Vorsitzende den offiziellen Teil der Veranstaltung. Am 20. Februar findet die Jahreshauptversammlung statt. Für einen Vortrag am 18. März über seine Studienreise nach Japan konnte Dr. Helmut Hennighausen gewonnen werden.

Theater "Daumesdick" ein Erlebnis

Dezember 2015

Daumesdick

Am vergangenen Sonntag war auf Einladung des Geschichts- und Kulturkreises das "Theater 3 hasen oben" aus Willingshausen mit dem Stück DAUMESDICK nach dem Märchen der Gebrüder Grimm im Kultursaal im Bahnhof zu Gast.

Angekündigt war ein Theaterabenteuer für Jung und Alt. Eine Inszenierung, die sowohl Abenteuergeschichte als auch Komödie war. Spannend, überraschend und urkomisch auf die Bühne gebracht.

Obwohl Daumedick ein Winzling ist, wächst er durch Wagemut und Neugier über sich hinaus. Er trickst Betrüger aus, schlägt Diebe in die Flucht, wird von einer Kuh verschluckt und kehrt am Ende über den Magen eines gierigen Wolfes wohlbehalten nach Hause zurück.

Mit viel Kreativität und Liebe zum Detail wurde hier ein Stück entwickelt, das mit einfachsten Requisiten eine unterhaltsame Reise auf die Bühne zauberte und den Perspektivwechsel Groß-Klein dabei herrlich vielseitig darstellte. Das Zusammenspiel der beiden Schauspieler Silvia Pahl und Klaus Wilmanns war geprägt von Harmonie und viel Talent für die verschiedenen Charaktere.

Ob das Elternpaar des Winzlings, die zwielichtigen Geschäftsleute, die Daumesdick kaufen, das dümmliche Diebes-Duo, die Magd, der Pfarrer und nicht zuletzt Daumesdicks Stimme, all diese Rollen brachten die Schauspieler mit Witz und Talent hervor. Auch der wohldosierte Einsatz der Digital-Technik, mit der die Sichtweise des Winzlings, das Verspeisen durch die Kuh und die Wohnverhältnisse des Winzlings wirkungsvoll gezeigt wurden, erzeugten eine ungeteilte und gespannte Aufmerksamkeit bei Groß und Klein.

Es war eine gelungene Veranstaltung, die leider nur wenig Zuschauer verfolgten.

Holzbildhauer-Symposium in Wabern

März 2015 (für HeimatNachrichten)

Viele Menschen verspüren den Wunsch nach Wurzeln in einer Zeit der Entwurzelung, in der es normal geworden ist, den Wohnort häufiger zu wechseln. Wo früher die Großeltern ihre Erinnerungen über den Ort an die Nachgeborenen weitergaben, fehlt heute den meisten Dorfbewohnern der Bezug zur Dorfgeschichte, da die wenigsten seit Generationen in Wabern leben. Somit fehlt auch ein kollektives Gedächtnis, welches dem Menschen nicht nur Halt gibt, sondern auch ein Wir-Gefühl ermöglicht, das für das Funktionieren einer Dorfgemeinschaft Voraussetzung ist. Vereine und ehrenamtliche Tätigkeit finden nur dort statt, wo Menschen gemeinsam etwas bewegen wollen. Um die Dorfgemeinschaft zu fördern ist außerdem die Identifikation mit dem Wohnort Wabern Voraussetzung.

Aus diesen Überlegungen heraus haben die Mitglieder des Geschichts- und Kulturkreises Wabern in der Jahreshauptversammlung 2014 den Vorstand beauftragt, initiativ zu werden, um Skulpturen im Ort aufzustellen, deren Motive einen Bezug zur Geschichte von Wabern herstellen und die zu einem historischen Erinnerungspfad "Zwischen Eder und Schwalm" verbunden werden sollen.

Im Rahmen der Recherchen hatten die Verantwortlichen des Geschichts- und Kulturkreises ein Gespräch mit dem Holzkünstler Ernst Groß aus Frielendorf-Großropperhausen. Er kam auf die Idee, in Wabern ein Holzschnitzer-Symposium mit den Internatsschülern der Holzschnitzschule Berchtesgaden durchzuführen, bei denen die Gemeinde die Kunstprodukte aus Eichenholz behalten darf.

Die Vorbereitungen für diese Aktion sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die Abschlussklasse der Schnitzschule, bestehend aus 13 Schülern und 2 Lehrkräften, wird in der Zeit vom 09. bis 18. April 2015 jeweils in der Zeit von 8.00 bis 18.00 Uhr vor dem Bahnhofsvorplatz auf dem Betriebsgelände der Firma Fröhlich an 15 frisch geschlagenen Eichen-Baumstämmen, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden, die gewünschten Motive, die alle einen Bezug zur Geschichte der Gemeinde haben, schnitzen.

So sollen zwei Skulpturen an die ehemaligen Schulstandorte erinnern. Auch an den Standort der ersten Zuckerfabrik wird aufmerksam gemacht. Ebenso ein Posthorn, das an die Zeiten als Wabern Poststation der von Thurn und Taxis war, ist ein Thema. Auch Erinnerungen an die Spitzbetzel-Tracht und die Reiherbeize sollen wach gerufen werden. Der Vorhof der katholischen Kirche ist als Standort des heiligen Wigbert, der Schutzpatron der Kirche ist, vorgesehen. Auch soll an den 17. Mai 1943 gedacht werden. An diesem Tag ertrank der französische Kriegsgefangene Horhe Devillepois in den Fluten, die durch die Bombardierung der Edersee-Staumauer ausgelöst worden waren.

Drei fleißige Wichtel, die sich nach einer Sage in den Wichtelhöhlen an der Schwalm bei Uttershausen aufhielten, hat sich der Kulturverein Uttershausen als Motiv gewünscht. Ebenso eine Frau in Spitzbetzel-Tracht. Der Ortsbeirat von Harle hat sich dagegen als Erinnerung an den früheren Dorfdiener auf einen Mann mit Schelle festgelegt.

Während den Veranstaltungstagen ist der Bahnhof in der Zeit von 14.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. In dieser Zeit bietet der Veranstalter für Interessierte Kaltgetränke und Kaffee und Kuchen an.

Die offizielle Eröffnung des Holzbildhauer-Symposiums findet am Samstag den 11. April 2015, 19.00 Uhr, im Kultursaal des Bahnhofs statt. Hier sind Sabine Wackernagel und der Musikkomödiant Martin Lüker zu Gast. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostet 12.00 €.

Der Vorverkauf findet im Rathaus der Gemeinde Wabern statt.

Am Samstag den 18. April 2015, 19.00 Uhr, findet ebenfalls im Kultursaal des Bahnhofs die Abschlussgala des Symposiums statt. Dann stellen die Schnitzer die fertigen Skulpturen vor.

Umrahmt wird das Event von Ewa Parna & Mikado Sphinx. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.

Mit Jazz und Tante Lilli

HNA, 26.01.2015

Tante Lilli

Es war ein spannendes und abwechslungsreiches Programm, das der Geschichts- und Kulturkreis Wabern seinen vielen Mitgliedern und Freunden im stimmungsvoll ausgeleuchteten Saal des Gasthauses "Zur Krone" zum traditionellen Jahresempfang bot. Gleich zu Beginn sorgte während des Sektempfangs die "vereinseigene" Jazzband mit dem Posaunisten Dr. Helmut Hennighausen, der Sängerin Ewa Parna und dem Pianisten Andreas Köthe für eine spritzig-lockere Atmosphäre, die den ganzen Abend dominieren sollte. Großen Anteil daran hatte auch das kulinarische Angebot des Gastwirts Gerd Mardorf, der frische und leckere Speisen von hoher Qualität auf dem Speiseplan offerierte. Aktuelle Tagespolitik und kulturpolitische Rückblicke bis in die Antike inspirierten den Vereinsvorsitzenden Manfred Uchtmann zu einem unterhaltsamen Vortrag, bei dem er Information und Entertainment miteinander verband. Die vielen gut gelaunten Mitglieder und Freunde des Vereins honorierten den Beitrag mit kräftigem Applaus und es wurde angeregt an den Tischen diskutiert.

Doch der Humor sollte an diesem Abend nicht zu kurz kommen. Bei dem anschließenden Auftritt von Commedy Ikone Guido Klode, der als Lilli auftrat, kochte der Saal und man fühlte sich an alte Harlekinade-Zeiten erinnert. Der Christstollen-Überfall auf seine Hüftregion, der H & M-Katastropheneinkauf und das Märchen vom Würzregal begeisterten Jung und Alt. Höhepunkt war der Arabian Dance im knappen Pailetten-Mini, den er mit unwiderstehlichem Charme präsentierte. Herzhaftes Lachen und lautes Klatschen erfüllte den Saal. Lilli zeigte sich begeistert von Gästen.

Mit einem Ausblick auf die vielen Aktivitäten des Vereins im laufenden Jahr, u.a. das Schnitzer- Symposium in der Zeit vom 8. bis 18. April und die Kulturwoche im Oktober/November schloss der Vorsitzende den offiziellen Teil der Veranstaltung.

Ausstellung war ein großer Erfolg

Bürgerzeitung der Gemeinde Wabern, November 2014

Gut besucht war auch in diesem Jahr wieder die Ausstellung des Geschichtskreises "Wabern im Bild" mit der Präsentation des Waberner Heimatkalenders 2014 in der Mehrzweckhalle Wabern. Die gute Resonanz, auch noch bei der vierzehnten Bilderausstellung, zeigt das große Interesse und die richtige Themenauswahl. Einer der Höhepunkte war die Ausstellung von Hochzeitsbildern und Brautkleidern. Auch das umfangreiche Bildmaterial in Ergänzung zu den einzelnen Kalenderblättern fand viele Betrachter. Luftaufnahmen, die von der englischen Luftaufklärung in den Jahren 1941, 1943 und 1945 über Wabern aufgenommen worden waren, zeigten unter anderem das Ausmaß der Eder-Flut nach Bombardierung der Staumauer.

Die zum Thema "Hausschlachtung" präsentierten Maschinen und Gebrauchsgegenstände des ehemaligen Hausschlachters Georg Koch weckten bei einigen Besuchern Erinnerungen und machten Appetit auf die gute "Ahle Wurst".

Die vorläufigen Entwürfe der Künstlerin Karin Bohrmann für Skulpturen in Wabern sorgten für viel Gesprächsstoff. Die Mitglieder des Geschichtskreises hatten in der letzten Jahreshauptversammlung des Vereins beschlossen, initiativ zu werden, damit in Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat und den örtlichen Vereinen im Jubiläumsjahr 2017 an ausgewählten Standorten in der Gemeinde Skulpturen aufgestellt werden, die auf die Geschichte unserer Gemeinde hinweisen.

Der neue Heimatkalender erfreute sich erneut einer starken Nachfrage. Am Schluss der Veranstaltung konnte Schatzmeister Roland Schippany verkünden, dass die Hälfte der Auflage bereits verkauft sind. Die restlichen Kalender können in der Kreissparkasse, der VR-Bank Chattengau und der Postagentur Ritschel in Wabern zum Preis von 7 Euro erworben werden.

Der Vorstand des Vereins möchte sich an dieser Stelle für alle Helferinnen und Helfer, die beim Auf- und Abbau, in der Küche und am Kuchenbüfett geholfen haben, herzlich bedanken. Ein besonderer Dank gilt allen, die für das Kuchenbüfett die vielen süßen Leckereien zur Verfügung stellten. Ein Verein ist immer nur so gut und erfolgreich, wie seine Mitglieder es ermöglichen.

Kulturwoche im Kultursaal des Bahnhofs

2014

Der Geschichts- und Kulturkreis Wabern e.V. begrüßt die Besucher der Kulturwoche im Kultursaal des Bahnhofs in Wabern. Wir sind auf dem besten Wege, das Pflänzchen "Kulturelle Veranstaltungen in Wabern" neu zu beleben und wachsen zu lassen. Hierfür sind die Räumlichkeiten im neugestalteten Bahnhof ideal.

Die Kulturwoche war auch ein Anliegen der rund 100 Mitglieder des Geschichts- und Kulturkreises. Als der Verein unter der Bezeichnung "Geschichtskreis" am 17.10.2001 gegründet wurde, stand die Erforschung der regionalen Geschichte und die Erhaltung der geschichtlichen Erinnerungen im Vordergrund. Aber auch die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen war von Anfang an eine gestellte Aufgabe. So hat der Verein, soweit es das ehrenamtliche Engagement und begrenzte Mittel ermöglichten, das Kulturleben in Wabern bereichert. Dass es den Vereinsmitgliedern mit dieser selbst gestellten Aufgabenumsetzung ernst ist, wird auch durch die Namensänderung des Vereins in "Geschichts- und Kulturkreis Wabern e.V."deutlich. Wir wollen aber keinen Alleingang, wir wünschen uns ein Miteinander. Kultur im Dorf kann nur in Zusammenarbeit mit anderen interessierten Vereinen und der politischen Gemeinde gelingen.

Kultur bietet eine Teilhabe am Schönen und Nachdenklichen, eine Teilnahme am Fragen und Finden, am Erkennen und Entdecken.

Die Kulturwoche Wabern, in der Verantwortung der politischen Gemeinde, bietet ein abwechslungsreiches Programm. Die Veranstaltungen sprechen alle Neigungs- und Altersgruppen an. Der Geschichts- und Kulturkreis Wabern e.V., der für das kulinarische Angebot zuständig ist, würde sich freuen, wenn die Bemühungen um mehr Kultur in Wabern auf eine große Resonanz stoßen und Kultur interessierte Waberner den Weg in unseren Verein finden würden- denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen in Wabern. Sprechen Sie uns an, gerne informieren wir Sie von unseren aktuellen Projekten.

Jahresempfang mit kabarettistischem Tastenschlag

Februar 2014

Der Geschichtskreis Wabern hatte am vergangenen Freitag zu seinem diesjährigen Jahresempfang eingeladen. Die Veranstaltung begann mit einem kleinen Sektempfang, der musikalisch von dem Berufspianisten Andreas Köthe umrahmt wurde.

Vorsitzender Manfred Uchtmann stellte in seiner Begrüßungsrede fest, dass sich der Vorstand durch den vollen Saal bestätigt fühlt, mit dieser Veranstaltung auf den richtigen Weg zu sein. Anliegen des Vereins ist es neben der Erforschung der regionalen Geschichte und der Erhaltung der geschichtlichen Erinnerungen auch kulturelle Veranstaltungen anzubieten. Er betonte, dass es nicht darum geht, dem Staatstheater in Kassel Konkurrenz zu machen oder Großkonzerte nach Wabern zu holen. Vielmehr ist daran gedacht, kleine und interessante Veranstaltungen, die den Bürger ansprechen, durchzuführen. Er sah eine Verbesserung der Kultur in unserem Dorf, wenn sie fruchtbar sein soll, nur in Verbindung mit allen interessierten örtlichen Vereinen als erfolgversprechend an. Der Redner betonte, dass die Kultur im Herzen eines jeden Einzelnen beginnt aber in einem Ergebnis der Gemeinschaft mündet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung statt der Auftritt des Klavier-Komödianten Martin Lüker aus Kassel. Mit kabarettistischem Tastenschlag konnte der Künstler mit viel Schalk, frechen Mundwerk und exzellenten Klavierspiel durch das Labyrinth von Absurditäten und Albernheiten überzeugen.

In tiefer Verehrung präsentierte Lüker "heinzigartige"Texte, einige Gedichte, die verrücktesten Pointen und Gags von Heinz Erhard. So durfte auch das Gedicht von der Made nicht fehlen, das er unter Einbeziehung des Publikums vortrug.

Mit "Weißen Rosen aus Arsen" würdigte der Musikhumorist die "Griechische Akrobolis-Chanteuse" Nana Mouskouri. Er verstand es mit skurrilen Untertönen und grotesken Wendungen das Publikum zu begeistern. Auch sein Vortrag "Das Tupperdelirium" zeigte seine Sprachgewandtheit.

Das Publikum lachte und jubelte den gesamten Abend und spendete tosenden Beifall.

Nach zwei Zugaben verabschiedete sich der Komödiant mit den Worten "Ich komme bald wieder".

Gläserspende

August 2013

Gläserspende

Der Geschichts-und Kulturkreis Wabern spendete 100 Sektgläser für den Kultur-Bahnhof Wabern. Die Sachspende soll ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit sein, für den Mut des Bürgermeisters und der politischen Gremien für die Sanierung des Bahnhofs und die Einrichtung des Kultursaales. Die Verantwortlichen des Geschichtskreises sehen mit diesem neuen räumlichen Angebot die Möglichkeit, das kulturelle Angebot in der Gemeinde zu steigern.

Der Verein hat sich in der Satzung neben den geschichtlichen Dokumentationen auch die Aufgabe gegeben, zum kulturellen Leben in Wabern beizutragen. Vorsitzender Manfred Uchtmann geht davon aus, dass auch andere örtliche Vereine dieses Ziel unterstützen und mit gestalten.

Die Gläserspende soll aber auch daran erinnern, dass die politische Gemeinde diese Bestrebungen mit unterstützen muss. Neben dem monetären kulturellen Teil gehört hierzu nach Ansicht der Vereinsmitglieder eine sachgerechte Ausstattung mit Gläsern, die zu einem attraktiven Ambiente des Bahnhofs für kulturelle Veranstaltungen beiträgt.

Einweihung des Bahnhofs

Bürgerzeitung der Gemeinde Wabern, Juli 2013

Am vergangenen Wochenende feierte Wabern die offizielle Einweihung des Bahnhofs nach umfangreichen Sanierungsarbeiten mit einem zweitägigen Festprogramm. Neben musikalischen Vorführungen für Groß und Klein sowie Spielangeboten der Jugendpflege hatte der Geschichtskreis im Vorraum zum Service-Zentrum der Deutschen Bundesbahn anhand von Bildern, alten Originalzeichnungen, Schildern und alten Uniformen an die ehemalige Bedeutung des Bahnhofes sowie des Güter- und Lokschuppens erinnert. Immerhin haben im Jahre 1911 über 200 Eisenbahner an den verschiedenen Funktionsstellen gearbeitet.

Der Bahnhof war seit seiner Inbetriebnahme am 19.12.1849 stets eine D-Zug-Haltestation. So bestand sogar um die Jahrhundertwende eine direkte D-Zug-Verbindung zwischen Berlin und Bad Wildungen. Das Bahnhofsgebäude war bei seiner Errichtung aus heutiger Sicht unter Berücksichtigung der damaligen verkehrlichen Bedeutung des Ortes total überdimensioniert. Es war ein Prestigeobjekt des damaligen Kurfürsten Friedrich-Wilhelm I. Wenn auch bei der Inbetriebnahme des Eisenbahnverkehrs zwischen Kassel und Wabern bereits die gesamte Main-Weser-Bahn bis Frankfurt konzipiert war, so kann davon ausgegangen werden, dass das Teilstück bis Wabern eine typische landesherrliche Planung des Kurfürsten war. Er wollte eine Verbindung von der Residenzstadt Kassel zu seinem Jagdschloss in Wabern haben. So befanden sich im Bahnhof im nördlichen Seitentrakt auch kurfürstliche Räume. Am 15.07.1884 wurde nach sechsjähriger Bauzeit die Nebenstrecke nach Bad Wildungen eröffnet. Wabern wurde dadurch zu einem bedeutsamen Eisenbahnknotenpunkt. Diese Nebenstreckenverbindung nutzte der deutsche und ausländische Adel, um per Dampf in das damalige "Weltbad" Bad Wildungen zu kommen. Viele Gebäude in der Brunnenallee im Kurbad sind noch heute Zeitzeuge dieser Epoche. Der Reiseboom zwang damals das zuständige Königliche Ministerium den Wartesaal der I. Klasse zwischen 1912 und 1914 wesentlich zu vergrößern. Der Geschichtskreis hatte durch Presseartikel aus dem Fritzlarer Anzeiger versucht, diese Zeit zu dokumentieren. Klaus Gleisberg zeigte viele Zug- und Wagenmodelle der Spur HO, so unter anderem den D-Zug, der zwischen Berlin und Bad Wildungen eingesetzt worden war.

Für die Bewirtung der Gäste sorgten unter anderem die Waberner Landfrauen und der Geschichtskreis, die Kaffee und Kuchen anboten. Insgesamt 40 Kuchen waren am Sonntagnachmittag restlos ausverkauft. Der Reinerlös soll einer Waberner Aktion, über die demnächst ausführlich berichtet wird, zugutekommen. An dieser Stelle möchte der Geschichtskreis allen Mitwirkenden für das große Engagement danken.

Das Tor zum Kreis

HNA, 08.07.2013

Eröffnungsfeier des Waberner Bahnhofs nach der Renovierung

Wabern. Mit einem großen Fest bei strahlendem Sonnenschein feierte die Gemeinde Wabern zwei Tage lang die Neueröffnung des Bahnhofgebäudes.

Im Jahre 2007 hatte die Gemeinde für 200 000 Euro das runter gekommene Backsteingebäude aus dem Jahr 1850 gekauft, um einen Schandfleck zu beseitigen, erzählte Bürgermeister Günter Jung bei der Eröffnungsfeier. Mit den Nachbargemeinden habe man beschlossen, dass das "Tor zum Schwalm-Eder-Kreis" attraktiver zu gestalten. Die Kosten für die Renovierungsarbeiten betrugen insgesamt 3,3 Millionen Euro, zwei Millionen gab es als Zuschüsse von Land, Bund und EU, den Rest von 1,3 Millionen Euro bezahlte die Gemeinde, welche die Kosten durch Mieteinnahmen und Parkgebühren deckt, sodass die Renovierung ohne Verluste abgeschlossen werden konnte. Inzwischen sind fast alle Räume vermietet, was fehle sei noch ein Kioskbetrieb neben dem Reisezentrum der Bahn, sagte der Bürgermeister.

"Der Bahnhof ist fit", meinte Winfried Becker, stellvertretender Landrat, bei der Eröffnungsfeier. Es sei eine mutige und richtige Entscheidung von der Gemeinde gewesen, das Bahnhofsgebäude zu kaufen und instand setzen zu lassen, das sonst sicherlich zu einer Ruine verfallen wäre. So sei ein wunderschönes Fleckchen entstanden. Auch verkehrspolitisch habe der Bahnhof eine wichtige Bedeutung, nicht nur für Wabern, sondern auch für den gesamten Schwalm-Eder-Kreis.

Beim Fest konnten die Besucher die neu gestalteten Räume besichtigen: Im großen Bürgersaal, der für kulturelle Veranstaltungen gestaltet wurde, boten die Landfrauen und der Geschichtskreis Wabern Kaffee und Kuchen an. Neben dem Reiszentrum veranstaltete der Waberner Geschichtskreis eine Ausstellung zur Geschichte des Bahnhofs, für die sich viele Besucher interessierten. Hermann Wessel aus Maden hatte die Exponate des Vereins mit historischen Uniformen ergänzt, Klaus Gleisberg zeigte Lokomotiven seiner Modelleisenbahn. Für die Kinder gab es Spiele und eine Hüpfburg von der Jugendpflege Wabern, die mit der Eröffnungsfeier ihr traditionelles Sommerfest verbunden hatte. Gerd der Gaukler erfreute die Gäste mit Jonglage, beim Info-Tisch des NVV konnten die Besucher beim Glücksrad gewinnen und sich über den Nahverkehr informieren. Am Stand von Sandra Knöpfel wurde Dekoratives angeboten. Der Fußballverein TSV Wabern versorgte die zahlreichen Gäste mit kühlen Getränken und Bratwürstchen. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Kinder des Waberner Kindergartens mit Gesang und Tanz, die Musikschule Schwalm-Eder, die Kindl Musikanten, die Band Rockingham, das Golden River Jazztett und die Mundart-Gruppe Dark Vattern aus Kassel, deren Sänger Timo Israng aus Wabern stammt.

Erinnerungen und Geschichten

HNA, 20.11.2012

Der Waberner Geschichtskreis stellte seinen neuen Heimatkalender vor

Ausstellung 2013

Wabern. Geschichten zu den Häusern und ihren Bewohnern erzählen vom Leben in früheren Zeiten: Der Geschichtskreis Wabern stellte seinen 13. Heimatkalender mit einer Ausstellung in der Mehrzweckhalle vor. Jedes Monatsblatt zeigt ein historisches Foto eines Waberner Gebäudes, die Rückseite liefert neben Informationen über das Haus, seinen Erbauer und den Familienstammbaum auch kuriose Begebenheiten und spannende Texte wie die Erinnerungen von Martha Möslein: Ihr Urgroßvater, Johann Heinrich Strippel, war Förster im Reiherwald zur Zeit des Landgrafen Carl von Hessen. Beim Rückzug der letzten Truppen Napoleons sprengten die Soldaten einen Munitionswagen in der Nähe des Forsthauses in die Luft. Vom Forsthaus blieb nicht viel übrig, die Reste von Möbeln und Hausrat lagen in 100 Metern Entfernung herum, die Bewohner hatten sich rechtzeitig vorher im Wald versteckt. Beschrieben werden unter anderem auch die Ursprünge der Firma Blecher in Wabern als Tankholzwerk für Holzvergaser, mit denen die Fahrzeuge im Zweiten Weltkrieg angetrieben wurden. Der Krieg veränderte auch das Haus der Familie Don, das durch die Flutwelle infolge der Bombardierung der Edersee-Staumauer am 17. Mai 1943 beschädigt wurde und wegen der Knappheit an Baumaterial erst vier Jahre später wieder instand gesetzt werden konnte. Das Dezemberbild ist ein Gruß des Geschichtskreises, auf der Rückseite findet sich ein vergnügliches "Gemähre" von Pfarrer Dieter Otto in Mundart über einen "Weihnachdskagdus". Neben der Ausstellung der Kalenderblätter, ergänzt mit zahlreichen Fotos , wurden auch alte Bilder, Fotos, Filme, Presseberichte, Urkunden, Pläne und Gebrauchsgegenstände zu den Themenschwerpunkten Eisenbahn und Zuckerrübe gezeigt. Anlässlich der Renovierung des Bahnhofs informierte die Ausstellung über die Geschichte des Bahnhofs in Wabern, der in Zeiten der Dampflokomotiven über einen eigenen Wasserturm verfügte.

Anhand des Wandels in der Zuckerproduktion wolle der Verein den technischen Fortschritt deutlich machen, erklärte Vorsitzender Manfred Uchtmann. Im Jahr 1846 gab es die erste Zuckerfabrik in Wabern, die Rüben wurden noch mit Pferdekutschen angeliefert. Heute verarbeitet der Standort Wabern der Südzucker AG rund 6500 Tonnen Rüben täglich während der Kampagne. Besonderer Gast, passend zum Schwerpunkt, war Dr. Hanjo Puke, Diplom- Chemiker der Firma Südzucker, der bei der Recherche seines Familienstammbaums Kontakt mit dem Geschichtskreis aufnahm, weil er mit dem Gründer der Waberner Zuckerfabrik verwandt ist. "Das ist die Zucker-Connection", scherzte Ralf Vonhold vom Geschichtskreis. Dr. Puke konnte sich den Wandel in der Zuckerfabrik gut vorstellen: Im Anfang habe die Zuckerproduktion viel Handarbeit erfordert, um eine relativ kleine Rübenmenge zu verarbeiten, brauchte man viel Personal. Heute sei das umgekehrt. Hinzugekommen sei außerdem die Konkurrenz durch den Zuckerrohr-Zucker, den man eigentlich nicht bräuchte, um Europa mit ausreichend Zucker zu versorgen. Einen Unterschied beim Weißzucker aus den beiden verschiedenen Pflanzen gäbe es nicht für den Verbraucher.

Die Veranstaltung war so gut besucht wie noch nie zuvor, unter anderem interessierten sich viele derzeitige und ehemalige Mitarbeiter der Bahn und der Zuckerfabrik für die Ausstellung der alten Bilder. So wie Friedel Dippel und Martha Frisch, die in den 1960er Jahren Arbeitskolleginnen in der Verwaltung der Zuckerfabrik wurden. Die beiden entdeckten ihre damaligen Chefs auf den Fotos wieder und erinnerten sich gerne an die Zeit und die Arbeit: "Es war wie eine Familie", sagte Dippel. Alle Mitarbeiter hätten gut zusammen gearbeitet.

Der neue Kalender liegt zum Verkauf aus in den beiden Waberner Banken und in der Postfiliale im Elektrogeschäft Ritschel.

Wer kennt dieses Haus?

HNA, 01.11.2012

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Liebe Leserinnen und Leser, wir benötigen ihre Hilfe: Der Geschichtskreis Wabern hat in seinem Fundus ein Foto entdeckt, auf dem ein Haus zu sehen ist, das bisher niemand zuordnen konnte. Das Foto stammt aus dem Nachlass von Otto Kröger, der von 1893 bis 1906 Pfarrer in Wabern war. Dessen Sohn Oskar hatte schon früh einen Fotoapparat und lichtete Personen, Ereignisse und Gebäude in Wabern und Umgebung ab.

Aus der Zeit um das Jahr 1900 gibt es daher viele Bilder, erklärte Rainer Kumaus vom Geschichtskreis. Da Pfarrer Kröger vor seiner Zeit in Wabern auch in Gilsa und Nassenerfurth gearbeitet hatte, könnte das Haus auch dort fotografiert worden sein. Der Verein hofft auf die Mithilfe der Leser, die auf Wunsch einzelne Bilder bekommen können, wenn beispielsweise das eigene Haus erkannt wird.

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