Tagesfahrt in die Universitätsstadt Marburg am 3. Juli 2016

Am Marburger Schloß

Die Sonne strahlte vom blauen Himmel, als sich die Teilnehmer der Tagesfahrt nach Marburg auf dem Waberner Bahnhof einfanden. Nach einer dreiviertel Stunde Fahrt und netten Gesprächen kam der InterRegio in Marburg an. Sofort ging es in die vorbestellten Taxis Richtung Schloss, auf dem uns bereits die Stadtführer erwarteten und uns in zwei Gruppen durch die Erste Residenz der Landgrafschaft Hessen führten.

Führung im Schloß

Frau Sturm zeigte uns mit Begeisterung die Räumlichkeiten, wusste viel über die Geschichte des Landgrafentums zu erzählen und stellte anschließend die kunst- und kulturgeschichtliche Ausstellung vor. Der Rundgang durch das Schloss wurde mit einem Abstecher in den Hexenturm abgerundet, in dem selbstverständlich keine Hexen wohnten. Der ursprünglich als vorgeschobener Geschützturm errichtete Bau diente bis ins 19. Jahrhundert als Gefängnis.

Zur Stärkung kehrten wir in die "Sonne" ein, deren Essen und Service hier gelobt werden muss. Pünktlich um 14:00 konnten wir den Gockel auf den Rathaus bewundern.

Auf dem Marktplatz in Marburg

Weiter ging's durch die Altstadt und mit der die Besichtigung der Überreste der ehemaligen Synagoge, deren Erbauung auf das Jahr 1280 geschätzt wird. Nach einem Abstecher ins Innere des Brunnenhauses war es Zeit für den Nachmittagskaffee.

Zur verabredeten Zeit fanden sich alle Grüppchen an der Elisabethkirche ein, die im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden erbaut wurde. Ein Höhepunkt der sehr informativen Führung war die Besichtigung des Schreins der Heiligen Elisabeth, in dem ihre sterblichen Überreste ab 1236 aufbewahrt wurden. Allerdings befinden sich seit der Reformation keine Gebeine mehr in dem Schrein.

Schrein der hl. Elisabeth

An diesem Tag haben selbst Marburg-Kenner durchaus noch Neues über die Stadt erfahren. Dank der - man muss schon sagen gewohnt - perfekten Organisation von Roland Schippany erlebten alle Teilnehmer einen unterhaltsamen, informativen und geselligen Ausflug in die Stadt auf der Grenze zwischen den Territorien der Landgrafen von Thüringen und der Erzbischöfe von Mainz.